Naturhartgestein Granit: Ein Werkstoff wie geschaffen für Hochpräzision

Tonnenschwer, doch auf’s µ genau – beste Eigenschaften für die Messtechnik

Das Naturhartgestein Granit ist ein basisches Tiefengestein, das sich in Hundertausenden von Jahren aus aufgeschmolzenem Material der Erdkruste gebildet hat. Aufgrund seiner Entstehungsgeschichte ist es hochfest, äußerst homogen und feinporig und verfügt über ein dichtes Gefüge. Dadurch hat Granit eine geringe thermische Ausdehnung und Wärmeleitfähigkeit. Es ist nahezu spannungsfrei und ist auch über einen langen Zeitraum hinweg formstabil. Zudem weist das Material eine hohe Abriebfestigkeit auf.

Granitblöcke

Diese Spezifikationen machen den Werkstoff zu einem Ausgangsmaterial wie geschaffen für präzise Messzeuge und Maschinenteile. Aus der kristallinen Struktur ergibt sich eine sehr gute Schleif- und Läppbarkeit. Im Vergleich zu metallischen Stoffen ist der thermische Ausdehnungskoeffizient sehr gering. Außerdem ist Stein natürlich korrosionsfrei, so dass kein Zeitaufwand für Pflegearbeiten und Entfetten anfällt.

Wie entsteht Granit?

Granit Steinbruch

Granite in den verschiedensten Ausprägungen und Zusammensetzungen entstanden vor Millionen von Jahren durch sehr langsames Erstarren von Gesteinsschmelzen (Magma) der unteren Erdkruste. Sie befanden sich in einer Tiefe von mehr als 2 Kilometern unter der Erdoberfläche. Granit ist deshalb ein basisches Tiefengestein und wird im Fachausdruck auch "PLUTONIT" genannt.

Durch tektonische Bewegungen und durch Abtragungen des darüber befindlichen Gesteins gelangt der erstarrte Granit an die Oberfläche, wo er in großen Steinbrüchen weltweit abgebaut werden kann.

Auch heute noch finden diese Entstehungsprozesse statt. Bis daraus jedoch das erstarrte und naturharte Gestein Granit geworden ist, dauert es noch 10 bis 15 Millionen Jahre.

Herkunft, Abbau, Qualitätssicherung

Steinbruch Presslufthammer

Steine, die unseren Anforderungen entsprechen, werden vor allem in Europa, Asien und Afrika abgebaut. Wir arbeiten eng mit Steinbrüchen in Frankreich, Asien und Südafrika zusammen. Die Versorgung kann so als relativ krisensicher eingestuft werden.

Für unsere Produkte wählen wir Granite, die möglichst gleichmäßig strukturiert sind. Alle Rohlinge durchlaufen strenge Auswahlprozesse, bei denen tatsächliche Fehler konsequent aussortiert werden.

Dennoch können die Rohlinge Farbunterschiede aufweisen. Wie alle Naturstoffe, unterliegt auch unser Stein einer Vielzahl von Einflüssen, wie immensen Drücken und Temperaturen. Sie verändern, formen und machen ihn schließlich zu dem Stoff, den wir heute veredeln. Diese Prozesse laufen nicht unter "Reinraumbedingungen" ab, sondern in der Natur. Dadurch können farblichen Abweichungen entstehen, die sich allerdings nicht auf die physikalischen Eigenschaften auswirken und die Genauigkeit nicht beeinträchtigen.

Wie nachhaltig ist Granit?

Naturhartgestein und Nachhaltigkeit, das passt perfekt zusammen. Das Material ist im Laufe von Jahrmillionen gewachsen und nahezu fertig in der Natur vorzufinden. Für seine Herstellung ist also heute überhaupt keine Energie notwendig, lediglich für Gewinnung, Transport und Bearbeitung. Doch im Vergleich mit anderen Werkstoffen, wie beispielsweise Stahl, Kunststoff oder Keramik, die aus verschiedenen Rohstoffen zusammengefügt werden, ist auch dieser Energiebedarf sehr gering. Bezogen auf das Treibhauspotenzial beim Primärenergiebedarf liegt der CO2-Ausstoß von Granit deutlich niedriger als der CO2-Ausstoß anderer Materialien.

Auch im Hinblick auf die Lebensdauer und Entsorgung schneidet Granit hervorragend ab. Es gibt wohl kaum einen Werkstoff, der eine längeren Nutzungsdauer als Naturhartgestein hat. Viele Messzeuge und Baugruppen aus Naturhartgestein, wie beispielsweise Maschinenbetten und Messzeuge, lassen sich immer wieder problemlos überarbeiten. Verschleißspuren können einfach abgeschliffen und geläppt werden, so dass wieder ein fast neuwertiges Bauteil entsteht. Diesen Kalibrierservice bietet PLANOLITH sowohl direkt beim Kunden als auch als Retrofit im Werk an. Unbrauchbare Produkte aus Naturhartgestein/Granit kann man schließlich noch zu Schotter und Splitt verarbeiten. Das Material enthält keinerlei Schadstoffe, so dass einer neuen, ganz anderen Verwendung nichts im Wege steht.

Einige Daten zum Naturhartgestein Granit

Rohdichte 2,99 kg/dm³
E-Modul 100.000 – 120.000 N/mm²
Druckfestigkeit 280 N/mm²
Biegezugfestigkeit 13 - 22 N/mm²
thermische Dehnung 0,69 mm/m/100°C
linearer Ausdehnungskoeffizient 5 - 7,5 x 10 ↑-6 /K
Abriebfestigkeit 4 - 10 cm³ / 50 cm²
Wasseraufnahme 0,1 % - 1 %
lieferbare Dimensionen max. 7 m³
gegen Frost beständig
gegen Aggressorien beständig
Politur haltbar
Poissonzahl 0,11 - 0,25
Wärmeleitfähigkeit 2,8 W/(m*K)

Wissenswertes

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